Der Grüne Knopf - Unser Zeichen für Verantwortung

Sozial. Ökologisch. Staatlich. Unabhängig zertifiziert.

Bild: Grüner Knopf Logo in Kleidung

Gut für den Menschen, gut für die Umwelt

Der Grüne Knopf - verbindet Unternehmens- und Produktkriterien.

Kriterien
Bild: Näherin

Orientierung beim Einkauf

Mit dem Grünen Knopf ist nachhaltig produzierte Kleidung leicht zu erkennen.

Für Verbraucher
Bild: Familie schaut auf Kleidung

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Für Unternehmen
Bild: Garderobe

Unsere Motivation

2013 starben beim Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza über 1.100 Menschen. Wir alle tragen Verantwortung für die Menschen, die unsere Kleidung herstellen.

Für Presse
Bild: Rana Plaza

Stimmen zum staatlichen Textilsiegel Grüner Knopf

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Bild: Grüner Knopf

Der Grüne Knopf
Unser Zeichen für Verantwortung

Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel für nachhaltige Textilien. Wer nachhaltige sozial und ökologisch hergestellte Kleidung kaufen möchte, achtet auf den Grünen Knopf. Direkt am Produkt angebracht, ist er beim Einkauf leicht zu finden - verlässlich und verbraucherfreundlich.

Orientierung beim Einkauf

Drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher finden nachhaltige Mode wichtig. Sie wollen zu Recht kein T-Shirt tragen, das in 16-Stunden-Schichten für einen Hungerlohn genäht oder mit giftigen Chemikalien gefärbt wurde. Das Siegel Grüner Knopf zeigt: Nachhaltige Mode ist möglich!

Das staatliche Textilsiegel schafft Vertrauen

Ein Siegel wie den Grünen Knopf gibt es bislang nicht. Der Grüne Knopf stellt verbindliche Anforderungen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Insgesamt müssen 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot.

Bild: Sozial
Sozial
Gut für den Menschen

Der Grüne Knopf stellt verbindliche Anforderungen für menschenwürdige Arbeit - von der Zahlung von Mindestlöhnen, über die Einhaltung von Arbeitszeiten bis zum Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit.

Bild: Ökologisch
Ökologisch
Gut für die Umwelt

Der Grüne Knopf verbietet zum Beispiel den Einsatz gefährlicher Chemikalien und Weichmacher und setzt verbindliche Grenzwerte für Abwasser in der Produktion.

Bild: Staatlich
Staatlich
Vertrauen schaffen

Der Staat legt die Kriterien und Bedingungen für den Grünen Knopf fest – das schafft Klarheit und Vertrauen.

Bild: Zertifiziert
Unabhängig zertifiziert
Unabhängige Prüfung

Unabhängige Prüfstellen kontrollieren die Einhaltung der Kriterien. Die staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) stellt als „Prüfer der Prüfer“ eine unabhängige und glaubwürdige Prüfung sicher.

Was prüft der Grüne Knopf?

Um den Grünen Knopf zu erhalten, müssen Unternehmen 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltkriterien einhalten.

Das Besondere ist: Das ganze Unternehmen wird geprüft. Einzelne Vorzeigeprodukte reichen allein nicht aus.

Bild: Produktkriterien T-Shirt

Produkt

Damit ein T-Shirt oder Bettwäsche den Grünen Knopf erhält, müssen 26 soziale und ökologische Kriterien eingehalten werden – die Produktkriterien“. Dazu baut der Grüne Knopf auf anerkannte Siegel auf.

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Bild: Unternehmenskriterien Fabrikgebäude

Unternehmen

Neben den jeweiligen Produkten wird das Unternehmen als Ganzes geprüft. Es muss seine menschenrechtliche, soziale und ökologische Verantwortung anhand von weiteren 20 Kriterien nachweisen – den Unternehmenskriterien“: Gibt es Beschwerdemechanismen für die Näherinnen vor Ort? Schafft es Missstände ab? Legt es Risiken in seiner Lieferkette offen?

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Bild: Kleiderfabrik

Das Ziel: Textilproduktion von der Faser bis zum Bügel

Bis ein Kleidungsstück im Geschäft gekauft werden kann, durchläuft es eine Vielzahl von Arbeitsschritten. Ein herkömmliches T-Shirt hat so oftmals eine Reise von 18.000 km hinter sich - vom Baumwollanbau bis zum Bügel. Bei jedem Arbeitsschritt gibt es unterschiedliche soziale und ökologische Herausforderungen.

Der Grüne Knopf umfasst in der Einführungsphase noch nicht die gesamte Lieferkette. Zum Start prüft er die Produktionsstufen „Zuschneiden und Nähen“ sowie „Bleichen und Färben“. Die Herausforderungen sind hier besonders groß. In den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf die Arbeitsschritte „Weben und Spinnen“ sowie „Baumwollanbau / Faserproduktion“ ausgeweitet.

Denn der Grüne Knopf soll Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette schützen - vom Baumwollfeld bis zum Bügel.

Grafik: Fasern und Spinnereien
Grafik: Nassprozesse und Konfektionierung
Grafik: Nutzung und End-of-life
Baumwollanbau / Faserproduktion
| in den kommenden Jahren

Der Anbau von Naturfasern wie Baumwolle benötigt sehr viel Wasser. 25 % aller weltweit verwendeten Insektizide werden dort eingesetzt. Baumwolle wird zudem noch häufig mit ausbeuterischer Kinderarbeit angebaut.

Bei der Produktion von Synthetikfasern werden unter anderem Chemikalien und Erdöl eingesetzt und Schadstoffe freigesetzt.

Weben und Spinnen
| nächste Phase

In den Spinnereien werden die Fasern zu Garnen weiterverarbeitet und später zu Stoffen verwoben. In diesem Produktionsschritt sind insbesondere die Einhaltung der Sozialstandards eine große Herausforderung: Kinder- und Zwangsarbeit, lange Arbeitszeiten, Löhne unterhalb des Mindestlohns sind keine Seltenheit.

Bleichen und Färben

Beim Bleichen, Färben und Imprägnieren der Textilien wird teils mit gefährlichen Chemikalien gearbeitet. Stark belastete Abwässer dringen ins Trink- und Grundwasser ein und gefährden die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der Anwohner.

Zuschneiden und Nähen

Beim Zuschneiden und Nähen der Textilien entsprechen die Arbeitsbedingungen oft nicht internationalen Standards: Akkordarbeit in stickigen Fabriken, 16-Stunden-Schichten, fehlende Schutzbekleidung, Kündigung bei Schwangerschaft. Die Sicherheitsmaßnahmen sind in den Textilfabriken oft ungenügend, was mit dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudekomplexes mehr als deutlich wurde.

Viele Produkte erfüllen schon heute alle Kriterien vom „Baumwollfeld bis zum Bügel“.
Vollständig kann der Grüne Knopf die vorgelagerten Arbeitsschritte „Spinnen und Weben“ und „Faserproduktion“ aber erst später einbeziehen. Denn insbesondere bei der synthetischen Faserproduktion werden die Standards noch final ausgearbeitet.

Nächste Schritte

  • Start des QR-Codes: An jedem Produkt können die Verbraucher den QR-Code des Grünen Knopf einscannen und so auf einen Blick sehen, wo und wie das T-Shirt, Handtuch oder die Hose hergestellt wurde.
  • Einrichtung eines unabhängigen Beirats zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Grünen Knopf
  • Ausbau der Kriterien, u.a. Zahlung von existenzsichernden Löhnen statt Mindestlöhnen
  • Ausweitung des Grünen Knopf auf weitere Produktionsschritte „Spinnen und Weben“ und später „Baumwollanbau / Faserproduktion“.
  • Abschluss des Akkreditierungsprogramms bei der staatlichen Deutschen Akkreditierungsstelle.
  • Start der Vergabestelle für den Grünen Knopf. Ihre Aufgaben werden derzeit von der Geschäftsstelle wahrgenommen.
Baumwolle

FAQ

Häufig gestellte fragen zum grünen Knopf

Der Grüne Knopf ist das staatliche Siegel für sozial und ökologisch hergestellte Textilien. Das Besondere: Das ganze Unternehmen wird geprüft, ob es verantwortungsvoll handelt. Einzelne Vorzeigeprodukte reichen nicht.

Genau das ist das Problem. Bei den unterschiedlichen Siegeln blicken viele nicht mehr durch. Einige Siegel konzentrieren sich auf faire Arbeitsbedingungen, andere auf das Verbot giftiger Chemikalien. Der Grüne Knopf schafft Orientierung. Die geprüften Textilien wurden sozial und ökologisch hergestellt - nach besten Standards.

Der Grüne Knopf wird gut sichtbar - als Symbol - angebracht: am Etikett oder direkt auf dem Produkt oder auf der Verpackung.

Unabhängige Prüfer kontrollieren die Einhaltung der Standards. Wenn notwendig, überprüfen sie auch die Produktionsstätten vor Ort, etwa in Bangladesch oder Rumänien. Die Prüfstellen werden aufgrund ihrer fachlichen Erfahrung ausgewählt und von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) überwacht. Damit ist die Gleichwertigkeit der Prüfungen gewährleistet.

Der Grüne Knopf gilt für fast alle Textilien, etwa Bekleidung, Rucksäcke oder Bettwäsche. Auch Textilien aus Chemiefasern (z.B. Synthetik) gehören dazu. Denn der Schutz von Mensch und Natur ist bei allen Produkten wichtig. Eine detaillierte Übersicht der anerkannten Warenklassen finden Sie hier zum Download.

Noch nicht. Zu Beginn prüft der Grüne Knopf die Produktionsstufen „Zuschneiden und Nähen“ (Konfektionierung) sowie „Bleichen und Färben“ (Nassprozesse). Hier sind die sozialen und ökologischen Herausforderungen besonders groß. In den nächsten Jahren soll der Grüne Knopf zusätzliche Produktionsstufen abdecken, z.B. „Weben und Spinnen“ und „Faseranbau / -produktion“.

Ja, der Grüne Knopf wird mit Hilfe eines unabhängigen Beirats kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehört, dass die ihm zugrundeliegenden unternehmens- und produktbezogenen Kriterien ausgeweitet werden und zum Beispiel existenzsichernde Löhne umfassen. Zudem soll er auf weitere Produktionsstufen ausgeweitet werden. Denn Ziel des Grünen Knopf ist der Schutz von Mensch und Umwelt in der gesamten Textil-Lieferkette.

Im Beirat sollen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vertreten sein.

Jedes einzelne Produkt muss geprüft werden. Wenn ein Kleidungsstück den Grünen Knopf trägt, erfüllt es alle Anforderungen. Manche Unternehmen können bereits ihr ganzes Sortiment auszeichnen, andere Firmen nur einzelne Produkte. Aber immer muss sich das ganze Unternehmen auf den Weg machen und seine Lieferketten verbessern (Stichwort: Unternehmensprüfung. Nur dann kann ein Produkt den Grünen Knopf erhalten.

Alle drei Jahre findet eine Neuprüfung statt. In der Zwischenzeit erfolgt jedes Jahr eine stichprobenartige Überprüfung. Sollte es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten geben, kann es unangekündigte Überwachungen geben, auch in den Produktionsstätten vor Ort.

Siegelinhaber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der Siegelinhaber legt die Kriterien und Bedingungen für den Grünen Knopf fest.

Unabhängige Prüfer kontrollieren die Erfüllung und Einhaltung der Kriterien.

Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) stellt verlässliche und unabhängige Prüfungen sicher.

Bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist eine Geschäftsstelle eingerichtet.

Der Grüne Knopf ist als nationale Gewährleistungsmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen – als erste Gewährleistungsmarke in Deutschland überhaupt.

Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine Multistakeholder-Initiative, das seine Mitglieder bei der Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflicht begleitet. Der Grüner Knopf zeichnet Produkte von Unternehmen aus, die bereits besonders anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards erfüllen und künftig dieses hohe Niveau weiter ausbauen.

Für den Grünen Knopf– ist das Bündnis mit Blick auf die unternehmerische Sorgfaltspflicht eine wichtige Grundlage. Die Erfolge können sich sehen lassen. Die Mitglieder setzten in individuellen Maßnahmenplänen und gemeinsamen Verpflichtungen allein im vergangenen Jahr rund 1.000 konkrete Maßnahmen um. So werden zum Beispiel 160 giftige Chemikalien aus den Produktionsprozessen der Mitglieder verbannt. Der Anteil nachhaltiger Baumwolle wird bis 2020 auf 35 % und bis 2025 auf 70 % erhöht. Der Wasserverbrauch wird in vielen Fabriken deutlich verringert. In Bündnisinitiativen in den Produktionsländern arbeiten die Mitglieder an Themen wie der Umsetzung von existenzsichernden Löhnen, die nur im Zusammenspiel aller Akteure sinnvoll bewältigt werden können.

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