Orientierung beim Einkauf

Mit dem Grünen Knopf ist nachhaltig produzierte Kleidung leicht zu erkennen.

Bild: Familie schaut auf Kleidung

Gute Wahl – Der Grüne Knopf

Herzlichen Glückwunsch!

Sie gehören zu den Menschen, die mehr über ihre Textilien wissen wollen. Das ist gut so. Denn Transparenz über die Lieferkette ist der erste Schritt zu T-Shirts, Laken, Jeans & Co, die umweltschonend gefärbt sind und bei deren Herstellung Näherinnen fair behandelt werden.

Nachhaltige Textilien – mit dem Überblick fängt alles an.

Deshalb finden Sie hier in Zukunft Details zu den Produkten, die mit dem staatlichen Siegel Grüner Knopf ausgezeichnet sind. Aus der Produktdatenbank erfahren Sie künftig, welche Standards hinter einem Produkt stecken und in welchem Land es produziert wurde. Sie können nachvollziehen, ob das Unternehmen hinter dem Produkt die Risiken in seiner Lieferkette kennt und etwas tut, um diese Risiken auszuschalten.

Sie wollen mehr zum Grünen Knopf wissen? Hier geht’s zu den Kriterien.

Diese Unternehmen führen bereits Produkte mit dem Grünen Knopf:

Wussten Sie, dass...

… in Deutschland jeder im Durchschnitt 60 Kleidungsstücke im Jahr kauft? Weltweit sind das 80 Mrd. pro Jahr.


25 Prozent aller weltweit verwendeten Insektizide bei der Baumwollproduktion zum Einsatz kommen.


… eine ungelernte Näherin in Äthiopien einen Stundenlohn von unter 20 Cent erhält

20 Prozent der Wasserverschmutzung durch industrielle Abflüsse auf das Färben und Veredeln von Textilien zurückgeht. Damit ist die Textilbranche der zweitgrößte Wasserverschmutzer der Welt.

… der Anteil des Bekleidungs- und Schuhsektors an den weltweiten Treibhausgasemissionen bei über acht Prozent liegt.

Kleiderbügel

Tipps für Verbraucher

Und jetzt Sie! Sorgen Sie dafür, dass nachhaltige Textilien selbstverständlich werden:

  • Beim Kauf auf Nachhaltigkeit achten: Fragen Sie im Geschäft nach dem Grünen Knopf! Der Grüne Knopf ist eine gute Wahl. Das staatliche Siegel zeigt, welche Textilien sozial und ökologisch produziert sind.
  • Weniger kaufen: Rund 20% unserer Kleidung tragen wir nicht. Deswegen stellen Sie sich vor jedem Kauf die Frage: Brauche ich das wirklich? Gefällt mir das noch in einem Jahr und kann ich das gut kombinieren?
  • Tauschen oder gebraucht kaufen: Wussten Sie, dass Kleidungsstücke im Durchschnitt nur viermal getragen werden, bevor sie aussortiert werden? Deshalb finden sich in Tauschbörsen und Second Hand Shops oft gut erhaltene Stücke zu einem guten Preis.
  • Lieblingsstücke brauchen Pflege: Achten Sie auf die Waschanleitung, damit Textilien lange schön bleiben. Waschen Sie nicht zu heiß und nicht zu oft. Einzelne Flecken lassen sich ggf. auch mit der Hand auswaschen.
  • Kaputtes lässt sich ausbessern: Knöpfe lassen sich ganz einfach wieder annähen, das Internet bietet zahlreiche Tutorials dafür. Aufwändigere Näharbeiten erledigt ein Schneider und abgelaufene Haxen besohlt der Schuster.
  • Zu gut für die Tonne: Jährlich fallen in Deutschland rund 1,35 Million Tonnen gebrauchte Textilien und Schuhe allein aus privaten Haushalten an. Kleiderkammern und soziale Einrichtungen nehmen gut Erhaltenes gerne, der Rest muss zum Textilrecycling.
Frau mit Kind